normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 
Kontakt / Mitmachen
 

Interesse, Kennenlernen, Mitmachen?

 

Für Fragen steht unser Team für Sie bereit.

Wir beantworten gerne Ihre Fragen und freuen uns auf Ihre Nachricht oder Ihren Anruf. 

 

Kontakt

 

 
 
Flyer
 

Ein neuer Flyer ist in Bearbeitung und kann demnächst wieder hier runtergeladen werden.

In der Zwischenzeit stöbern Sie einfach auf unserer Webseite , z.B. bei unseren Terminen 

 

oder bei Fragen, kontaktieren Sie uns einfach hier.

 
 
Mitwirkende gesucht!
 

 

Unterstützung für das
ReparaturCafé gesucht!

 

[mehr...]

 

 

 

 
 
Link verschicken   Drucken
 

Das nächste Projekt von Transition-Town-Ingolstadt:

 

Der Weitergabeladen: WechselWelten

 

Noch ein paar kleine Schritte und der lang gehegte Wunsch einen Treffpunkt für nachhaltiges Leben und Konsumieren wird Wirklichkeit.

In Kürze soll die Trägergesellschaft „Die Weitergeber“ gegründet werden.

 

Im Weitergabe-Laden „WechselWelten“ werden Bürger*innen im Zentrum der Altstadt gut erhaltene und gereinigte Gegenstände, die zuhause nutzlos geworden sind, kostenlos anderen Menschen zur Verfügung stellen.

Im Laden werden vor allem Gegenstände aus dem Bereich Bekleidung, Heimtextilien, Geschirr, Kleinmöbel, Dekoartikel, Literatur, DVDs, Gartengeräte und Pflanzen angeboten.

 

Der Weitergabe-Laden „WechselWelten“ organisiert Aktionen und Bildungsveranstaltungen zum Thema: Nachhaltig und sinnvoll Konsumieren in Ingolstadt.

 

Der Weitergabe-Laden „WechselWelten“ wird als Non-Profit-Unternehmen geführt und von einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft („Die Weitergeber gUG“) getragen. Die monatlichen Verbindlichkeiten (Miete, Nebenkosten, Versicherungen, etc) erwirtschaftet wir, wie schon durch zahlreiche „Umsonst-Läden“ erprobt, durch Kleinspenden des Unterstützerkreises und durch die eingehenden Spenden im Laden.

 

Der Weitergabe-Laden „WechselWelten“ arbeitet mit anderen Trägern zusammen, die sich um Ressourcenschonung bemühen. (Caritas-Gebrauchtwarenmarkt, Umweltamt, Kommunalbetriebe Ingolstadt,...)

 

Was noch zu tun ist:

- eine Homepage erstellen und eine Crowd-Funding-Initiative starten.

-  einen Laden finden und mieten,

-  ein Team für die Besetzung des Ladens aufbauen,

- den Laden geschmackvoll einrichten und…

- den Laden eröffnen!

 

Viele haben schon ihre Unterstützung zugesagt,

- um die Gründung und den Betrieb zu finanzieren,

- um im Laden selbst mitzuarbeiten,

- um bei verschiedenen Aktionen im Laden (Reparatur-Angebote, Bildungsangebote) mitzuarbeiten.

 

Haben Sie Interesse? Fragen Sie nach, z.B. bei Th. Kirchmayer unter

01573/3922477 oder unter .

 

 

 

Hier noch ein paar Überlegungen zu unserem Anliegen:

 

Hintergrund eines „Weitergabe-Ladens ist die Beobachtung, dass wir vor lauter Überfluss an Produkten nicht mehr zur Benutzung oder in den tatsächlichen „Genuss“ der Dinge kommen. Meist fehlt es an der nötigen Zeit und Muße.

 

Wir sind zumindest partiell keine Konsumenten mehr sondern bieten den Herstellern an, ihre Produkte in unseren Schränken und Zimmern bis zur Entsorgung zu lagern bevor es zum Neukauf kommt. „Man hat immer mehr Dinge, aber immer weniger Zeit, sie zu konsumieren.

 

Insofern ist man in Bezug auf viele Güter nur mehr Käufer, nicht mehr Konsument, und die ganze Dialektik dieses Prozesses erschließt sich (…) am Beispiel jener 30 bis 40 % Nahrungsmittel, die nur noch gekauft, aber nicht mehr konsumiert werden.“ (Welzer, Harald in „Selbst denken“, Frankfurt, 2013, S. 82) Sinnvoll und mit Lebensfreude zu konsumieren ist in Zeiten des Überflusses ein echtes Kunststück: KonsumKunst

 

Der Verzicht auf eine erneute Bezahlung der Produkte stellt die konventionelle Vorstellung vom Wirtschafts- und Geldwachstum in Frage und ist Teil dieser im Sinne von Joseph Beuys entworfenen „sozialen Plastik“.

 

Das Leben beschenkt uns mit allen notwendigen Gütern. Darin liegt ihr geldfreier, unbezahlbarer Wert und unsere Arbeit macht uns zu einem Teil dieses Geschenks durch die Talente und technischen Möglichkeiten, die uns selbst geschenkt wurden.

 

Eine Industriekultur, die Überfluss produziert und die Verschwendung der Ressourcen bis an die Grenzen des Möglichen betreibt, entwertet die Ergebnisse ihrer eigenen Produktion, die häufig entweder durch ihre fehlende Qualität und Kurzlebigkeit oder durch die schlechte Bezahlung der an der Produktion beteiligten Menschen, ihren „Preis nicht wert“ sind oder unter Preis verschleudert werden.

 

Hier macht der „Weitergabe-Laden“, ein Angebot. Er ist in erster Linie keine Sozialaktion für Bedürftige und Sozialhilfeempfänger sondern eine Einladung an Menschen aller Schichten ihre Konsumgewohnheiten zu überdenken und ihre Schränke, bzw. Wohnungen, von gut erhaltenen, kaum genutzten Gegenständen und funktionierenden Geräten zu entrümpeln und sie kostenlos für andere zur Verfügung zu stellen.

 

Besucher des „Weitergabe-Ladens“, können diese (gereinigten und funktionsfähigen) Dinge kostenlos anderen zur Verfügung stellen oder bei Bedarf zum eigenen Gebrauch aus dem Angebot auswählen und mitnehmen. Bringen und Nehmen sind voneinander unabhängig. Auf diesem Weg wird der Bedarf anderer Besucher des „Umsonst-Laden“, auf kurzem Weg gedeckt und weitere Ressourcenverschwendung für neue Produkte verhindert.

 

Wenigstens mit jenen Dingen, die wir schon bezahlt haben oder die es gänzlich geschenkt gibt (z.B. eine reiche Gurkenernte) könnten wir frei von Geld, Amortisation und Wachstums-Zwang umgehen und einen „neuen Markt“ kreieren.